Politische Handlungsempfehlungen 2017plus

 

Die zu Ende gehende Legislaturperiode hat für den deutschen Mobilitätssektor wichtige Fortschritte gebracht, zum Beispiel einen signifikanten Investitionshochlauf oder gezielte Förderung von alternativen Antrieben oder Technologien. Aber es muss noch mehr geschehen. Denn die Herausforderungen, vor denen Deutschland als Verkehrs- und Logistikstandort steht, sind gewaltig.

 

Das DVF hat im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen seine politischen Handlungsempfehlungen 2017plus nun veröffentlicht. „Ein wichtiges Ziel, vor allem für die neue Legislaturperiode, ist es, das Thema Mobilität in seiner Bedeutung für den Standort Deutschland sichtbarer zu machen und auf der politischen Agenda nach oben zu setzen. Mobilität ist eingebunden in eine Vielzahl von Querschnittsthemen wie Energie, Security, Umwelt oder Tarif“, so Dr. Ulrich Nußbaum, DVF-Präsidiumsvorsitzender.

 

In der Broschüre werden fünf Themencluster aufgearbeitet:

  • Verkehrsinfrastruktur
  • Digitalisierung
  • Klima- und Umweltschutz
  • Standort Deutschland
  • Europa

Mehr aktives Handeln im Bereich der Querschnittsthemen empfiehlt das DVF, damit die Verkehrswirtschaft nicht lediglich wie ein Endverbraucher von der Politik wahrgenommen wird. So sollten die politischen Entscheidungsträger bei der Energie- und Umweltpolitik oder bei der Security und kritischen Infrastrukturen anerkennen, dass die Mobilitätsbranche eine Vorreiterrolle einnimmt und aktiv mitgestaltet. Entsprechend müssen demnach auch die politischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Nußbaum: "So sollen mit der Energiewende auf den Verkehrssektor noch mehr Kosten abgewälzt werden. Beispielsweise führt das dazu, dass durch den Umstieg von Öl auf Strom die Unternehmen über die EEG-Umlage für die Reduzierung ihrer Emissionen bestraft werden."

 

Link zur Broschüre politische Handlungsempfehlungen 2017plus

 

 

 

Digitaler Kulturwandel: Blockchain wird Logistiksektor revolutionieren

V. l . Matthias Rathmann (Moderator), Körner, Dr. Schulz, Dr. Rodi, Dr. Wilder und Wrage

„Die Digitalisierung bietet dem Logistiksektor neue Geschäftsfelder, höheren Kundennutzen und mehr Sicherheit. Insbesondere wird Blockchain die Logistik revolutionieren, denn hierüber lassen sich Informations-und Warenströme verbinden und absichern", sagte Ivo Körner, Mitglied des DVF-Präsidiums, Geschäftsführer Vertrieb Branchenkunden, Vice President Enterprise Sales DACH IMT, IBM Deutschland GmbH, auf dem DVF-Forum die Zukunft des Logistik der Messe transport logistic vor vollbesetztem Publikum.

Man werde immer physische Logistik haben, aber mit der Digitalisierung könne zusätzliche Wertschöpfung generiert werden, so Körner weiter.

 

Für Dr. Hansjörg Rodi, DVF-Präsidiumsmitglied, Vorsitzender der Geschäftsleitung Deutschland und der Region Zentral- und Osteuropa, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, steige vor allem die Bedeutung, die Datenströme managen zu können und daraus gezielte Maßnahmen für die Effizienzsteigerung des physischen Transport umzusetzen. Dennoch „zukünftig wie auch heute wird die Lieferkette durch die Verlader gesteuert, aber verstärkt durch Logistikdienstleister gestaltet und organisiert.

 

Link zu allen Statements in der Presseinformation

 

 

Dekarbonisierung: Branche fordert Planungssicherheit mit realistischen Zielen und Maßnahmen

V. l. Dr. Mosolf, Ralf Jahncke (Moderator), Kühn MdB, Titzrath, Leidinger, Tomoff und Dr. von Hoensbroech

Das DVF-Forum auf der Messe transport logistic in München beschäftigte sich mit dem Thema "Zero Emission Logistics - Wie schaffen wir das?" Dr. Jörg Mosolf, DVF-Präsidiumsmitglied und Vorstandsvorsitzender (CEO) MOSOLF SE & Co. KG :"Wir als Logistikbranche bringen uns mit viel Engagement in die Umsetzung der Klimaziele ein, brauchen aber realistische und verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik. Unsere Unternehmen sind generell bereit, die Dekarbonisierung aktiv mitzugestalten. Allerdings muss dieses Ziel realistisch sein und sozial wie wirtschaftlich tragbar.“  Anreizsysteme für klima- und umweltfreundliche Maßnahmen wären hilfreich, aber oftmals werden Bemühungen durch nationale oder europäische Steuern behindert.

 

Wie die Politik klimafreundliche Investitionen geradezu bestraft, erläuterte Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende, HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG, am Beispiel ihres Unternehmens. "Für uns bedeutet die EEG-Umlage eine signifikante Verschlechterung unserer Position im harten Wettbewerb der europäischen Seehäfen."

 

Zur Presseinformation mit allen Statements

 

 

 

Mitgliederlogin

 

Kommentiert

Nußbaum zur Bundesfernstraßengesellschaft

"Die vom Bundestag beschlossenen grundgesetzlichen Rahmenbedingungen für eine zentrale Verwaltung der Bundesfernstraßen durch den Bund sind ein Kompromiss, aber mit großem Potenzial für die Zukunft“, kommentiert Dr. Ulrich...

Veranstaltungen

Sitzung des Lenkungskreises 'Güterverkehr und Logistik'

Berlin / 12.09.2017

Bomba: Deutschland muss Schienenprojekte schneller planen

Lenkungskreis Schienenverkehr

< zurück zum Seitenanfang