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Nußbaum fordert Modernisierungsstrategie für Flotten

Foto: MAN Group 2017

Das DVF-Präsidium traf sich zum fachlichen Austausch mit den EU-Vertretern und diskutierte über die Themen Klimaschutz und Verkehr. "Um zukunftig absolute Emissionssenkungen im Transportsektor zu erzielen, müssen wir neue technologische Ansätze nutzen. Dazu zählen vor allem alternative Antriebe, digitale Vernetzung und automatisiertes Fahren", sagte DVF-Präsidiumsvorsitzender Dr. Ulrich Nußbaum zu Abgeordneten des EU-Parlaments, hochrangigen Vertretern der EU-Kommission, des Kabinets und des EU-Rates in Brüssel.

 

Neben elektrischen Antrieben spielten auch andere alternative Antriebe und Kraftstoffe, wie Gas oder Brennstoffzelle, eine große Rolle bei der Emissionsvermeidung. Nußbaum schlug daher eine langfristig angelegte Modernisierungsstrategie für städtische Flotten wie dem ÖPNV, Abfallwirtschaft, Wirtschaftsverkehr oder Carsharing vor. So sollten sich nicht nur die Mitgliedstaaten, sondern auch die EU selbst eine einer Förderung für die Umstellung auf umweltfreundlichere Fahrzeuge beteiligen. Mehr im aktuellen Newsletter.

 

 

 

Politische Handlungsempfehlungen 2017plus

 

Die zu Ende gehende Legislaturperiode hat für den deutschen Mobilitätssektor wichtige Fortschritte gebracht, zum Beispiel einen signifikanten Investitionshochlauf oder gezielte Förderung von alternativen Antrieben oder Technologien. Aber es muss noch mehr geschehen. Denn die Herausforderungen, vor denen Deutschland als Verkehrs- und Logistikstandort steht, sind gewaltig.

 

Das DVF hat im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen seine politischen Handlungsempfehlungen 2017plus nun veröffentlicht. „Ein wichtiges Ziel, vor allem für die neue Legislaturperiode, ist es, das Thema Mobilität in seiner Bedeutung für den Standort Deutschland sichtbarer zu machen und auf der politischen Agenda nach oben zu setzen. Mobilität ist eingebunden in eine Vielzahl von Querschnittsthemen wie Energie, Security, Umwelt oder Tarif“, so Dr. Ulrich Nußbaum, DVF-Präsidiumsvorsitzender.

 

In der Broschüre werden fünf Themencluster aufgearbeitet:

  • Verkehrsinfrastruktur
  • Digitalisierung
  • Klima- und Umweltschutz
  • Standort Deutschland
  • Europa

Mehr aktives Handeln im Bereich der Querschnittsthemen empfiehlt das DVF, damit die Verkehrswirtschaft nicht lediglich wie ein Endverbraucher von der Politik wahrgenommen wird. So sollten die politischen Entscheidungsträger bei der Energie- und Umweltpolitik oder bei der Security und kritischen Infrastrukturen anerkennen, dass die Mobilitätsbranche eine Vorreiterrolle einnimmt und aktiv mitgestaltet. Entsprechend müssen demnach auch die politischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Nußbaum: "So sollen mit der Energiewende auf den Verkehrssektor noch mehr Kosten abgewälzt werden. Beispielsweise führt das dazu, dass durch den Umstieg von Öl auf Strom die Unternehmen über die EEG-Umlage für die Reduzierung ihrer Emissionen bestraft werden."

 

Link zur Broschüre politische Handlungsempfehlungen 2017plus